Wie der UniSPIEGEL heute berichtet, wurde von Aktivisten aus dem Umfeld der GuttenPlag-Wiki eine weitere Arbeit Guttenbergs entdeckt, welche offenbar ebenfalls passagenweise fremde Texte übernommen und als eigener Analyse ausgegeben wurde. Hierbei handelt es sich um einen 29 Seiten langen Aufsatz zum Thema „Beziehungen zwischen der Türkei und der EU“. Es handelt sich hierbei allerdings um keine wissenschaftliche Arbeit, sondern um eine für die Hanns-Seidel-Stiftung verfasste Analyse.

Das Büro Guttenbergs erklärte, dass es sich in diesem Fall „um einen redaktionellen Text“ handele und Fußnoten nur bei redaktionellen Anmerkungen gesetzt werden. Ausserdem seien die Quellen aufgeführt worden.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, ist es fraglich, ob eine Nennung der Quellen ausreichend ist, um den Verdacht eines weiteren Urheberrechtsverstoßes auszuräumen. Sicher ist aber, dass die Schmerzgrenze weit überschritten wurde und somit die Immunität Guttenbergs aufgehoben werden sollte, damit strafrechtliche Ermittlungen stattfinden können.

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