Wie verschiedene Medien berichten, sind die 50 verbliebenen „Freiwilligen“, die in verschiedenen Medien schon zu Helden hochstilisiert werden, womöglich von der japanischen Regierung zur Freiwilligkeit bestimmt worden. Dies beklagt der Kraftwerksbetreiber TEPCO, der davon abgehalten wurde, sämtliche Arbeiter aus dem Kraftwerk abzuziehen. Wenn diese Information stimmt, dann bedeutet dies nicht nur eine große Schweinerei, sondern vor allem, dass der Betreiber das Kraftwerk schon längst als „unrettbar“ aufgegeben hat.

Hierfür sprechen auch die als offensichtlich unwirksamen Versuche, die Brennstäbe und die Reaktoren mit Hubschraubern aus der Luft zu kühlen. TEPCO favorisiert zudem, wie schon 1986 in Tschernobyl, die Reaktoren unter einer Decke aus Sand und Beton zu begraben.

Derzeit laufen Versuche die Reaktoren mit Hochdrucklöschkanonen zu kühlen, die auch bei Bränden auf Flughäfen verwendet werden. Allerdings können die Einsätze wegen der hohen Strahlung nur 15 Sekunden am Stück erfolgen. Außerdem können fünf Fahrzeuge nur maximal 30 Tonnen Wasser in die Gebäude einbringen. Die Abklingbecken benötigen aber 2.000 Tonnen.

Allerdings steht nicht nur die Regierung, sondern auch TEPCO in der Kritik, Kraftwerkarbeiter als Wegwerfware zu missbrauchen. So soll TEPCO seit Jahrzehnten Minderjährige, Ausländer, Obdachlose und andere Menschen, die sonst keine Arbeit finden würden, ausgebeutet und die Situation dieser Menschen ausgenutzt haben. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, diese Menschen würden zu besonders gefährlichen und schwierigen Einsätzen genötigt, um sie dann zu entlassen, wenn diese radioaktiv verstrahlt sind.

[Update: Hier finden sich noch eine Konkretisierung, sowie Links zu einem anderen Bericht über das Thema.]

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