Nach Angaben der japanischen Regierung wurden schon am vergangenen Donnerstag in der Fukushima-Präfektur erhöhte Werte an radioaktivem Jod-131 im Leitungswasser gemessen, welche direkt mit dem Atomunfall im AKW Fukushima 1 zusammenhängen. In einer Stadt wurde sogar der zulässige Grenzwert überschritten.

Auch in Tokio wurden Spuren von Jod-131 im Leitungswasser nachgewiesen.

In Kawamata, 45 km nordwestlich des Kernkraftwerks Fukushima 1, wurde zudem in der Milch ein Jodgehalt festgestellt, der über dem landesweiten Durchschnitt liegt.

Aber nicht nur radioaktives Jod-131 wurde im Leitungswasser nachgewiesen, in den Präfekturen Tochigi und Gunma, welche an Fukushima angrenzen, fanden die Behörden auch Spuren von Cäsium-137, wobei nach Behördenangaben die gemessenen Konzentrationen nicht gesundheitsschädlich seien.

In der Tochigi-Präfektur wurden 77 Becquerel Jod pro Kilogramm Wasser gefunden, 2,5 Bq/kg in Gunma, 0,62 Bq/kg in Saitama, 0,79 Bq/kg in Chiba, 0,27 Bq/kg in Niigate und 1,5 Bq/kg in Tokio. Der Grenzwert für radioaktives Jod liegt in Japan bei 300 Bq/kg.

Die gefundenen Cäsiummengen liegen bei 1.6 Bq/kg in Tochigi und 0 bei .22 Bq/kg in Gunma, wobei der Grenzwert für Cäsium von der japanischen Strahlenschutzbehörde bei 200 Bq/kg festgelegt wurde.

In der Präfektur Gunma ist es das erste Mal seit Beginn der Untersuchungen in 1990, dass diese Substanzen in Leitungswasser nachgewiesen wurden.

Das japanische Ministerium für Bildung, Sport und Sozialem kündigte an, Meßwerte des Leitungswassers aus allen Präfekturen zusammenzustellen und zu veröffentlichen. Auch sollen die Werte des Niederschlags in Form von Regen oder Staub veröffentlicht werden.

http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79683.html

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