Für alle, die es interessiert: Wer sich fragt, wie hoch die (Hintergrund-)Strahlung in Deutschland ist, kann sich hier beim Bundesamt für Strahlenschutz selbst ein Bild machen. Das BfS unterhält ein Netz von etwa 1.800 Stationen, welche rund um die Uhr die Radioaktivität messen. Der größte Teil dieser Strahlung stammt von natürlichem Radon, das aus der Erde kommt, weshalb gerade in den Mittelgebirgen die Werte höher sind.

BfS Messnetz

Es ist übrigens nicht zu erwarten, dass es aufgrund der Ereignisse in Fukushima hier zu einer höheren Strahlenbelastung kommt. Auch von einem Anstieg an künstlichen Radionukliden, wie beispielsweise Cäsium-137, kann nicht ausgegangen werden. Allerdings kann man hier sehr wohl Cäsium-137 nachweisen – ganz im Gegensatz zu einigen Verlautbarungen in den Medien –, auch jenseits der Meßschwelle. Dies verdanken wir den Atomwaffentests, Tschernobyl, einer Reihe anderer Nuklearunfälle, aber vor allem unseren französischen und britischen Freunden in La Hague und Sellafield, die Millionen von Tonnen an verseuchten Abwässern aus der Wiederaufarbeitung direkt in den Ärmelkanal und der Irischen Seen einleiten. Anders ausgedrückt: Selbst wenn hier Partikel aus Japan hergeweht werden sollten, würden wir keinen Unterschied feststellen.

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