Im Rahmen der Strahlenmessungen der IAEA, hat die UN-Behörde ein paar Zahlen zur Kontamination von Gebieten um das Kernkraftwerk Fukushima 1 veröffentlicht. Demnach wurden Messungen im Bereich 38 bis 65 km um das AKW gemacht, also außerhalb der Evakuierungszone. Die Dosisraten liegen zwischen 0,8 bis 9,1 µSv/h. Die Beta-Gamma-Kontamination beträgt zwischen 0,08 und 0,9 MBq/m² – sprich: zwischen 80.000 und 900.000 Becquerel pro Quadratmeter.

Gestern wurden auch Messungen im Bereich von 16 bis 200 km gemacht, mit ähnlichen Resultaten: Die Dosisraten lagen demnach zwischen 2 und 160 µSv/h, die Kontamination lag bei 0,02 und 0,9 MBq/m².

Eine genauere Analyse, wie beispielsweise die Zusammensetzung der Radionuklide, steht noch nicht zur Verfügung. Auch wenn der Großteil relativ kurzlebige Isotope wie Jod-131 sein sollten, ist das eine erhebliche Kontamination, welche die Grenzwerte sicherlich um Längen überschreitet und, die der Verstrahlung in den besonders kontaminierten Gebieten um Tschernobyl erschreckend nahe kommt. Zumal ein Ende der Katastrophe derzeit nicht abzusehen ist.

Nach Berichten der „FAZ“ äußerte der Regierungssprecher Edano, dass die Strahlendosis mancherorts 100 mSv/h überschritten haben könnte. [Update: Die Meldung im FAZ-Artikel hat sich als Falschmeldung erwiesen. Siehe hier.]

[2. Update: Am Donnerstag, dem 24. März, hat die IAEA weitere Ergebnisse von Messungen veröffentlicht. So wurden im Umkreis von 30 bis 32 um das havarierte Kraftwerk Dosisraten von 16 bis 59 µSv/h sowie eine Beta-Gamma-Kontamination von 3,8 bis 4,9 MBq/m². Dies entspricht den am stärksten durch die Tschernobyl-Katastrophe kontaminierten Orten in der Ukraine und Weißrussland.]

[3. Update vom 14. Mai: Messungen des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie zeigen sogar noch drastischere Kontaminationen.]

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