Kernkraftwerk Isar

Kernkraftwerk Isar (Urheber: E.ON Kernkraft GmbH)

Vor einer Woche ereignete sich beim Herunterfahren des Kernreaktors Isar-1 (KKI) ein meldepflichtiges Ereignis. Demnach kam es nach dem Abschalten des Reaktors am Abend des 17. März zu einem Füllstandsabfall im Reaktordruckbehälter bei dem der Füllgrenzwert von 13,62 m unterschritten. Dieser Vorfall löste zusätzlich die Schnellabschaltung des Reaktors aus.

Laut dem Betreiber E.ON hatte dieses Ereignis keinerlei sicherheitstechnische Relevanz und der Vorfall sei durchaus üblich. Auch sei dieser erst auf Veranlassung des bayerischen Umweltministeriums fristgerecht gemeldet worden, weil er nach Einschätzung E.ONs nicht meldepflichtig sei. Dennoch führt ihn das zuständige, bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit als „meldepflichtiges Ereignis„.

Isar-1 wurde im Rahmen des Moratoriums zur Laufzeitverlängerung abgeschaltet, um die von der Bundesregierung angekündigte Sicherheitsprüfungen durchzuführen. Allerdings wurde die Abschaltung erst auf Druck des bayerischen Umweltministeriums durchgesetzt, da der Betreiber es für ausreichend sah, den Reaktor am 16. März auf 15% der Volllast zu drosseln.

Der Reaktor ist, ähnlich der verunglückten Reaktoren im Kernkraftwerk Fukushima 1, ein Siededruckreaktor und ging 1977 in Betrieb.

http://www.idowa.de/moosburger-zeitung/container/container/con/205512.html
http://www.mediendenk.de/index.php?AID=0000026386

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