Anfang März startete der Forscher Joachim Rittstieg mit Hilfe der „Bild“-Zeitung eine Expedition nach Guatemala. Rittstieg behauptete Beweise für einen großen Goldschatz der Maya im Izabal-See zu besitzen und den genauen Ort des Schatzes zu kennen. Allerdings lag zu dem Zeitpunkt keine offizielle Genehmigung für Ausgrabungen durch die guatemaltekische Regierung vor. Nach langen Verhandlungen wurden die Ausgrabungsarbeiten genehmigt und die Expedition am 5. März unter Polizeischutz zur Ausgrabungsstätte eskortiert.

Nach anfänglichen Rückschlägen, unter anderem deswegen, weil erdbebenbedingt Hangrutsche die Lage der verschollenen Maya-Stadt Atlan um mehrere Hundert Meter verschoben haben, wurden schon gestern die ersten gut erhaltenen Fundstücke geborgen. Scheinbar bekommt auch Rittstiegs kontroverse Behauptung, Atlan sei das verschollene Atlantis, durch Funde, die Ähnlichkeit mit Funden aus dem Mittelmeerraum – insbesondere mit der trojanischen und minoischen Kultur besitzen, Rückendeckung, wobei erst endgültige Untersuchungen sichere Rückschlüsse erlauben. Fest steht, dass die Funde zu den bedeutsamsten archäologischen Funden der letzten 70 Jahre gehören., wie der guatemaltekische Wissenschaftsminister Juan Carlos Broma del Día bei einer Pressekonferenz in Ciudad de los Inocentes erklärte.

Derzeit weitet man das Ausgrabungsgebiet am Izabal-See aus und man rechnet damit, dass eine komplette Erschließung mit zahlreichen Funden nicht in den nächsten 12 Monaten abgeschlossen sein wird.

Advertisements