Letzten Montag, gut ein Jahr nach der Veröffentlichung des „Collateral Murder“-Videos, hat sich das Unterhaus des britischen Parlaments, auf Initiative des walisischen Abgeordneten Clwyd, mit dem Fall von Bradley Manning befaßt und eine Note an die Regierung verfaßt, welche von der Regierung fordert, sich verstärkt für den Wikileaks-Whistleblower einzusetzen, insbesondere für menschenwürdige Haftbedingungen. Das Unterhaus zeige sich „sehr besorgt“ über die Behandlung Bradley Mannings, der neben der us-amerikanischen Staatsbürgerschaft auch die Britische besitzt und sich jetzt seit neun Monaten unter erniedrigenden Bedingungen in Einzelhaft befindet. Derzeit unterstützen 37 Parlamentsmitglieder über alle Parteien hinweg die Aufforderung.

Das Unterstützernetzwerk „Bradley Manning Support Network“ begrüßte den Parlamentsbeschluss. So äußerte sich Jeff Patterson, Mitglied des Führungskreises des Netzwerks, dass „die Entscheidung sich Amnesty International und anderen weltweiten Aktivisten anzuschließen und ein Ende der inhumanen, vorgerichtlichen Bestrafung zu fordern, sehr begrüßt werde.“ Ein anderes Mitglied des Führung, Mike Gogulski, hofft sogar, dass „sich bald doppelt soviele US-Abgeordnete in ähnlicher Weise engagieren könnten.“

Am 9. und 10. April 2011 findet ein internationales Solidaritätswochenende statt, zu dem Künstler aufgerufen werden, sich künstlerisch mit der Thematik rund um Bradley Manning zu beschäftigen, um den Fall weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.

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