Guttenberg PlagiatHeute gab die Universität Bayreuth bekannt, dass die Untersuchungskommission ihren Abschluss zur Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg der Hochschulleitung vorgelegt hat. Darin kommt die Kommission zum Schluss, dass Guttenberg vorsätzlich getäuscht hat. So heisst es in der veröffentlichen Pressemitteilung wörtlich:

Nach eingehender Würdigung der gegen seine Dissertationsschrift erhobenen Vorwürfe stellt die Kommission fest, dass Herr Freiherr zu Guttenberg die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat.

Guttenberg hat eine bewusste Täuschung bis zuletzt vehement bestritten und das Ganze als ein „Mißverständnis“ bezeichnet, auch nachdem die Beweislast erdrückend war, und sich zudem „die Urheberschaft angemaßt“. Daraus folgerte die Kommission den einzig zulässigen Schluss, dass eine bewusste, vorsätzliche Täuschung erfolgt sei. Somit hat Guttenberg nicht nur seine Doktorschrift gefälscht, sondern hat über Monate hinweg die Öffentlichkeit und auch seine Unterstützer belogen, was für ihn eine Rückkehr in die Politik unmöglich macht.

Der Bericht soll am nächsten Mittwoch, dem 11. Mai 2011, mit Zustimmung von Karl-Theodor zu Guttenbergs veröffentlicht werden. Noch vor gut einem Monat versuchte Guttenberg dies mit Hilfe seiner Anwälte zu verhindern, wobei die Universität klar deutlich machte, dass eine Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse unumgänglich sei und sie sich nicht den Mund verbieten lassen würde.

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