Eine kleine Schweinerei am Rande:
Verhängnisvolle Verwechslung: Anstelle als Lkw-Fahrer ist ein Tagelöhner von einer japanischen Arbeitsvermittlung in der Atomruine Fukushima eingesetzt worden – angeblich ohne Information über die Gefahren.

Der Tagelöhner aus Osaka erhielt zwar mit 24 000 Yen (rund 206 Euro) das Doppelte der ihm ursprünglich pro Tag versprochenen Summe. Dafür musste er aber auch in Schutzkleidung zwei Wochen lang bei der Kühlung der Reaktorblöcke 5 und 6 helfen. Das geschah zunächst offenbar ohne Strahlenmessgerät. „Ich habe erst an meinem vierten Arbeitstag dort ein Dosimeter bekommen“, sagte der Mann laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.Mehr

Man sollte besonderes Augenmerk auf den Satz mit dem Dosimeter legen, da dies heisst, dass ein Arbeiter drei Tage lang ohne Dokumentation der Strahlenexposition eingesetzt wurde, bei Strahlenbelastungen, die im Millisievertbereich pro Stunde lagen. Das ist auch nicht der erste Bericht darüber, dass Einsätze ohne eine Überwachung der Strahlung erfolgten. Wenn die Strahlung in der Zeit angenommene 10 Millisievert pro Stunde betrug, was ja im Nachhinein nicht nachweisbar wäre, dann wäre es durchaus möglich, dass der erhöhte Grenzwert für Notfall-Expositionssituationen von 250 mSv innerhalb von vier Tagen erreicht worden wäre. Unverantwortlich, dass dieser Arbeiter dann noch weitere zehn Tage im Einsatz war. Dies gilt aber offensichtlich für eine größere Anzahl Arbeiter im Kraftwerk.

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