In Bodenproben vom 18. April, die aus einem Umkreis 500 Meter rund um die Reaktoren 1 und 2 des verunfallten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi stammen, wurden die Strontiumisotope Strontium-90 und -89 nachgewiesen. So berichtet dies der japanische Fernsehsender „NHK“. Hierbei wurden bis zu 570 Becquerel Strontium-90 pro Kilogramm  und 4.400 Becquerel Strontium-89 pro Kilogramm gefunden. Auch im Meer, 15 km vom Kraftwerk entfernt, fand man die beiden Strontiumisotope. Die Werte rangierten 35 bis 69 Becquerel pro Kilogramm für Strontium-89 und 4,9 bis 9,3 Becquerel pro Kilogramm für Strontium-90.

Schon vor gut einem Monat konnte im Umkreis von 30 bis 80 Kilometer rund um Fukushima Daiichi in Bodenproben radioaktives Strontium-90 „in geringen Mengen“ nachgewiesen werden. Dabei lagen die Kontaminationen bei 3 bis 32 Becquerel pro Kilogramm.

Die beiden Strontiumisotope sind häufige Nebenprodukte von Spaltvorgängen in Kernreaktoren, und somit stellen die Funde keine besondere Überraschung dar. Allerdings stellen bei Aufnahme durch Wasser oder Nahrung beide eine gesundheitliche Gefahr dar, da Strontium durch die chemische Ähnlichkeit zu Kalzium,  in den Knochen eingelagert wird und dort durch Betastrahlung Schäden am Erbgut der Zellen und somit vor allem Knochenkrebs und Leukämie verursachen kann. Für Strontium-89 beträgt die Halbwertszeit knapp 50 Tage, während diese bei Strontium-90 bei 28,78 Jahren liegt.

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