Wie der britische „Guardian“ berichtet, will der japanische Premierminister, aufgrund der Reaktorkatastrophe von Fukushima, die Atompläne des Landes auf lange Sicht zu Gunsten nachhaltiger Energien aufgeben. Diese Pläne sahen vor, dass Kernkraftwerke 50% der elektrischen Energie produzieren sollten – derzeit waren es etwa 30%.

Naoto Kan sagte vor einer Pressekonferenz, dass Kernkraft und fossile Energieträger bisher die zwei Grundpfeiler der japanischen Energieversorgung darstellten, nun aber zwei weitere hinzukommen müssten: Erneuerbare Energien wie Solarenergie, Windkraft oder Biomasse, aber auch Energieeinsparungen, auf die ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. Kan merkte zudem an, dass Japan in diesen Belangen weit hinter Europa und den USA zurückliegt.

Zahlen zum Ausbau der nachhaltigen Energien oder konkrete Pläne nannte der japanische Premier nicht. Dafür kündigte Kan ab Juni eine Kürzung der Gehälter für sich und andere Regierungsangehörige an, bis die Krise um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi unter Kontrolle gebracht sei. Er begründete diese Maßnahme mit der Verantwortung der Regierung, die bisher die Kernkraft unterstützt und beworben hätte.

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