TEPCO hat eine Analyse des Reaktorunfalls veröffentlicht, in welcher der Ablauf der Katastrophe für Reaktorblock 1 abgezeichnet wird. Demnach waren die Brennelemente in Reaktor 1 schon innerhalb von 5 Stunden nach dem Erdbeben freigelegt, was dazu führte, dass sich diese in sechs Stunden auf über 2.800 Grad Celsius erhitzen und inklusive der Brennstoffpellets in den Brennstäben zu schmelzen begannen.

Innerhalb von nur 16 Stunden war der gesamte Reaktorkern geschmolzen und fiel auf den Grund des Reaktordruckbehälters, wobei Löcher in den Druckbehälter geschmolzen wurden. Da zu diesem Zeitpunkt schon eine Notkühlung von außerhalb eingerichtet war, konnte ein Durchschmelzen des Inventars durch das Sicherheitscontainment verhindert werden, was eine noch größere Freisetzung radioaktiven Materials als erfolgt zur Folge gehabt hätte.

„Ohne die Einleitung von Wasser [durch die Löschzüge der Feuerwehr], wäre das Desaster größer ausgefallen.“, sagte TEPCO-Sprecher Junichi Matsumoto in einer Pressekonferenz am Sonntag.

Auch die Wasserstoffexplosion von Block 4 wurde untersucht und TEPCO kam zum Schluss, dass der dafür verantwortliche Wasserstoff, über eine Gasleitung, aus Reaktorblock 3 kam, wo er durch thermische Dissoziation aus dem zur Kühlung eingeleiteten Wasser entstand. Der Wasserstoff sammelte sich in den Stockwerken 2 bis 4, entzündete sich dann und löste die verheerende Explosion, sowie verschiedene Brände aus.

Quelle: Wall Street Journal

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