Wie die japanische Zeitung „Daily Yomiuri“ berichtet, könnten sich die Kernschmelzen in den Blöcken 1 bis 3 des zerstörten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi komplett durch die Reaktordruckbehälter gebrannt haben und die Sicherheitsbehälter beschädigen, was dazu führen könnte, dass Kernbrennstoff direkt mit der Umwelt in Kontakt kommt. Der „Daily Yomiuri“ beruft sich auch einen Bericht der japanischen Atomenergiebehörde NISA, welche ihre Schlüsse aus der Analyse der IAEO zieht.

Demnach kam es im Reaktor 1 schon nach drei Stunden nach dem verheerenden Erdbeben zur vollständigen Kernschmelze, welche sich nur zwei Stunden später durch den Druckbehälter schmolz, also Stunden bevor TEPCO die Pressemitteilung herausgab, dass der „Brennstoff in Reaktorblock 1 möglicherweise beschädigt sein könnte“. Analog dazu kam es 77 Stunden nach dem Erdbeben in Block 2 zur Kernschmelze, welche sich drei Stunden später durch den Reaktor fraß. Vorher, also 44 Stunden nach dem Erdbeben, schmolz der Reaktorkern von Block 3, wobei sich diese Kernschmelze erst 79 Stunden nach dem Erdbeben ihren Weg durch Druckbehälter bahnte.

 

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