„Handelsblatt“: Die IAEA-Erkenntnisse zu Fukushima muten merkwürdig an

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Ein Kommentar im „Handelsblatt“ zum Untersuchungsbericht der IAEA zur Katastrophe in Fukushima:

Es gibt zwei Sorten Wahrsager. Jene, die wissen, dass sie eigentlich nichts wissen – und jene, die glauben, was sie erzählen. Beide Formen haben eine unangenehme Komponente gemeinsam: sie beruhen auf Kaffeesatzleserei. So gesehen ist es unerheblich, ob man der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA unterstellen kann, der Öffentlichkeit absichtlich Unsinn zu erzählen über die Atomkatastrophe in Japan. Vieles, was sie nun zu Tage gefördert haben will, bleibt jedenfalls Unsinn. Mehr

Es wäre noch zu ergänzen, dass es anfangs nicht nur ungenügend Dosimeter oder Decken gab, sondern dass es auch wochenlang kein medizinisches Monitoring der Arbeiter gab. Die zwei Kraftwerksarbeiter, bei welchen hohe Jod-131-Werte in der Schilddrüse festgestellt wurden, waren nicht bei den Aufräumarbeiten dabei, sondern arbeiteten im Kraftwerk als es zum Unfall kam, wobei bekannt wurde, dass sehr frühzeitig erhebliche Mengen Strahlung freigesetzt wurden, ohne, dass die Beschäftigten gewarnt wurden. Die Einschätzung Jan Keuchlers, dass der Abschlussbericht „Unsinn“ beinhaltet, teile ich deshalb voll und ganz.

„Die Wochenzeitung“ von 2004: Der Nachlass der Cogéma – Strahlenmüll im Dorfbach

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Ein interessanter Artikel von 2004, über nukleare Hinterlassenschaften des französischen Brennelemente-Herstellers Cogéma im Gabun, der aufzeigt, dass viele Schäden der Kernkraft in Europa nicht auftauchen und somit auch nicht in die Kosten mit eingerechnet werden:

Das französische Staatsunternehmen Cogéma hat seine Minen in Gabun stillgelegt. Das Land ist verseucht, die Bergleute sind krank – doch die Firma interessiert das nicht. Mehr

„Spiegel“: „Fukushima sprengt die Dimension von Tschernobyl“

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Der Spiegel hat online zwei interessante Interviews veröffentlicht: Einmal mit Thomas Dersee von der Gesellschaft für Strahlenschutz und einmal mit Dr. Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. Mehr

„ORF“: IAEA: Evakuierungszone um Fukushima ausweiten

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Nach der japanischen Opposition und Greenpeace:

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) rät Japan zur weiteren Evakuierung eines Ortes in der Nähe des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima. In dem 7.000-Einwohner-Ort Iitate im Nordwesten des Kraftwerks gelegen hätten Teams der Atombehörde die höchsten Strahlungswerte gemessen, sagte der IAEA-Experte für nukleare Sicherheit, Denis Flory heute in Wien. Mehr

„Zeit“: Atomare Missionare

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Seit 1957 propagiert die IAEA den Nutzen der Kernenergie. Ein Gespräch über die Geschichte einer unbeirrbaren Organisation mit dem Politikwissenschaftler Lutz Mez.

DIE ZEIT: Herr Mez, die IAEA, die Internationale Atomenergie-Organisation in Wien mit ihren 2300 Mitarbeitern wird gern eine Behörde genannt. Ist sie das? Mehr

Fukushima so schlimm wie Tschernobyl?

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Reaktorblock 4 im AKW Tschernobyl

Reaktorblock 4 im AKW Tschernobyl (Urheber: Carl Montgomery, cc-by, http://flickr.com/photos/83713082@N00)

Die Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. schätzt, anhand der von der IAEA gemessenen Strahlenwerte und -kontaminationen, den Nuklearunfall von Fukushima als so gravierend ein, wie den Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 und warnt vor einem „Super-GAU“ in Fukushima. Mehr

Internationale Atomenergieagentur: Kontamination zwischen 80.000 und 900.000 Becquerel pro Quadratmeter [3. Update]

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Im Rahmen der Strahlenmessungen der IAEA, hat die UN-Behörde ein paar Zahlen zur Kontamination von Gebieten um das Kernkraftwerk Fukushima 1 veröffentlicht. Demnach wurden Messungen im Bereich 38 bis 65 km um das AKW gemacht, also außerhalb der Evakuierungszone. Die Dosisraten liegen zwischen 0,8 bis 9,1 µSv/h. Die Beta-Gamma-Kontamination beträgt zwischen 0,08 und 0,9 MBq/m² – sprich: zwischen 80.000 und 900.000 Becquerel pro Quadratmeter. Mehr