Ein Kommentar im „Handelsblatt“ zum Untersuchungsbericht der IAEA zur Katastrophe in Fukushima:

Es gibt zwei Sorten Wahrsager. Jene, die wissen, dass sie eigentlich nichts wissen – und jene, die glauben, was sie erzählen. Beide Formen haben eine unangenehme Komponente gemeinsam: sie beruhen auf Kaffeesatzleserei. So gesehen ist es unerheblich, ob man der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA unterstellen kann, der Öffentlichkeit absichtlich Unsinn zu erzählen über die Atomkatastrophe in Japan. Vieles, was sie nun zu Tage gefördert haben will, bleibt jedenfalls Unsinn. Mehr

Es wäre noch zu ergänzen, dass es anfangs nicht nur ungenügend Dosimeter oder Decken gab, sondern dass es auch wochenlang kein medizinisches Monitoring der Arbeiter gab. Die zwei Kraftwerksarbeiter, bei welchen hohe Jod-131-Werte in der Schilddrüse festgestellt wurden, waren nicht bei den Aufräumarbeiten dabei, sondern arbeiteten im Kraftwerk als es zum Unfall kam, wobei bekannt wurde, dass sehr frühzeitig erhebliche Mengen Strahlung freigesetzt wurden, ohne, dass die Beschäftigten gewarnt wurden. Die Einschätzung Jan Keuchlers, dass der Abschlussbericht „Unsinn“ beinhaltet, teile ich deshalb voll und ganz.

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